Der Nordverbund Ausstieg Rechts ist das Netzwerk der zivil­gesellschaftlichen Distanzierungs- und Ausstiegsprogramme der norddeutschen Bundesländer (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein). Wir arbeiten eng über Ländergrenzen hinweg zusammen und bieten die notwendige Vernetzung der Akteure im Sinne gelingender Ausstiege und Distanzierungs­prozesse aus extrem rechten Einstellungen und Zusammenhängen.

Über uns ...

Aktuelles

Start der Online-Beratung

Immer mehr Menschen beschreiten virtuelle Wege, auch um Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen – dies nicht erst seit Corona, jedoch hat die Pandemie diese Entwicklung verstärkt und weiter vorangebracht. Gemeinsam im „Nordverbund Ausstieg Rechts“ haben wir daher eine Online-Beratung aufgebaut. So ist es nun möglich, über die Website https://www.nordverbund-ausstieg.de/online-beratung.html mit jedem Beratungsangebot in den norddeutschen Bundesländern datenschutzkonform und vor allem anonym in Kontakt zu treten.

Stellenausschreibung: Zwei Projektmitarbeiter*innen (m/w/d) für das Projekt „RAUSzeit“ (ab sofort, 30 Stunden/Woche)

Die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Ost gGmbH sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Projektmitarbeiter*innen für das Projekt „RAUSzeit – Zivilgesellschaftliche Ausstiegsberatung im Feld Rechtsextremismus“ im Raum Südniedersachsen.

Weitere Informationen (PDF)

Stellenausschreibung: Sozialarbeiter*in/Pädagog*in (m/w/d) zum 01.05.2021 (20 Stunden/Woche)

Das Projekt „Distance – Ausstieg Rechts“ sucht zum 01.05.2021 eine*n Sozialarbeiter*in/Pädagog*in für die professionelle Ausstiegsbegleitung und -beratung in Nord-West-Niedersachsen im Rahmen von 20 Wochenstunden. Die Stelle ist zunächst aufgrund der Förderperiode bis zum 31.12.2021 befristet, eine Weiterförderung in 2022 wird angestrebt und ist wahrscheinlich.

Weitere Informationen (PDF)

Aktuelle Ausschreibung: Konzeptionelle Entwicklung und Einrichtung einer zivilgesellschaftlichen Distanzierungs- und Ausstiegsberatung für das Land Bremen

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ schreibt die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport ab sofort die konzeptionelle Entwicklung und Einrichtung einer zivilgesellschaftlichen Distanzierungs- und Ausstiegsberatung für das Land Bremen aus. Einsendeschluss der Interessenbekundungen ist der 30. April 2021.

Weitere Informationen auf der Website des Demokratiezentrums Bremen

„Misch mit!“-Broschüre – Erfahrungen und Konzepte des demokratiepädagogischen Unterrichts von Kick-off

Die Broschüre „Misch mit! Erfahrungen und Konzepte des demokratiepädagogischen Unterrichts von Kick-off“ ist ein Ergebnis der Erfahrungen aus unserem demokratiepädagogischen Unterricht. „Misch mit!“ findet im Rahmen des Projekts „Kick-off. Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe in Schleswig-Holstein“ statt, das KAST e.V. gemeinsam mit der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein durchführt.

Seit Anfang 2018 konnten wir mit unserem Unterricht und unseren eigens entwickelten Konzepten Erfahrungen in der politischen Bildungsarbeit im Jugendstrafvollzug sammeln und diese weiterentwickeln. Im letzten Jahr haben wir uns entschlossen, diese Erfahrungen zu teilen und unsere Konzepte und Materialien anderen Akteur*innen zur Verfügung zu stellen. Sie finden in der Broschüre neben einer Einleitung zu den Hintergründen detaillierte Sitzungskonzepte zu 13 verschiedenen Themen sowie zugehörige Arbeitsmaterialien zum Download auf unseren Websites (https://provention.tgsh.de/angebote/politische-bildung/ und www.kast-sh.de/material/demokratiepaedagogik).

Einladung zum Download (PDF)

Neue Veröffentlichung: Biografien (extrem) rechter Aussteiger*innen und ihr Einsatz in pädagogischen Settings

Aktuell gibt es eine Vielzahl an Biografien von Aussteiger*innen aus der (extremen) Rechten, an denen ein anhaltend großes Interesse besteht. Weiterhin werden immer wieder Aussteiger*innen in der Bildungsarbeit eingesetzt. Beide Themen wurden in einem Service-Seminar des Nordverbunds Ausstieg Rechts an der Evangelischen Hochschule „Das Rauhe Haus“ einer kritischen Betrachtung unterzogen.

Der Werkstattbericht 2.0 gibt mit seinen Rezensionen einen Überblick über aktuelle Biografien verschiedener Formen (Bücher, Videos), er dokumentiert sinnvolle Leitfragen für die eigene Beschäftigung mit diesen und gibt Denkanstöße für den Umgang mit der gesamten Thematik.

Er kann gern bei uns als Buch bestellt werden oder ist als PDF verfügbar: Download.

Online-Fachtag "Signal geben! Über den pädagogischen Umgang mit (extrem) rechten Personen. Einblicke in die Praxis"

Veranstalter: Nordverbund Ausstieg Rechts
Ort: Online bei Zoom
Zeit: 01.12.2020 von 11:00 bis 15:30 Uhr

In der Keynote wird Prof. Dr. Esther Lehnert zum sehr aktuellen Themenkomplex „Soziale Arbeit in Zeiten des Rechtsrucks – Zuspitzung und Radikalisierung durch die Corona-Pandemie“ referieren und anschließend darüber ins Gespräch kommen.

Der Nordverbund gibt einen ausgewählten Einblick in die Praxis seiner Mitglieder und gleichzeitig Tipps zum eigenen pädagogischen Umgang mit (extrem) rechten Menschen. Dabei wird sich auf drei inhaltliche Schwerpunkte konzentriert:

  • KAST aus SH thematisiert die pädagogische Herausforderung der Arbeit in Zwangskontexten
  • JUMP aus MV stellt den Ansatz der Biografie-Arbeit vor
  • KURSWECHSEL aus HH beleuchtet das Feld des Umgangs mit Menschen, die einem Verschwörungsglauben anhängen

Video: Der Nordverbund stellt sich vor

Was macht eigentlich der Nordverbund? Wie sieht unsere Arbeit aus und was sind die Inhalte unserer Distanzierungsarbeit? Unser neues Video beschreibt unseren Arbeitsalltag.

Stellungnahme: Anfragen zu Veranstaltungen mit Aussteiger*innen

Liebe Kolleg*innen,

da wir immer wieder Anfragen zu Veranstaltungen bekommen, bei denen Aussteiger*innen aus (extrem) rechten Szenekontexten Schulen, Jugendräume oder ähnliches besuchen möchten und wie unsere Position als professionelle Beratungsangebote dazu ist, möchten wir an dieser Stelle auf eine Untersuchung aus Schleswig-Holstein verweisen: https://www.nzkrim.de/fileadmin/nzk/Publikationen/2019_IB_schulbasierte_Praeventionsmassnahmen_Aussteiger_Gansewig_Walsh.pdf.

Von den in den norddeutschen Bundesländern tätigen Distanzierungs- und Ausstiegsangeboten werden keine Aussteiger*innen an Schulen und andere Institutionen vermittelt. Ergänzend zu der Studie sind hier einige Bedenken der Mitglieder des Nordverbundes aufgeführt.

Falls es den Bedarf gibt, sich mit der Biografie von Ausgestiegenen auseinanderzusetzen, ist die Biografie von Timo F., Neonazi (https://www.arena-verlag.de/artikel/neonazi-978-3-401-60294-3), zu empfehlen. Zu diesem Buch gibt es pädagogisches Begleitmaterial, welches der Nordverbund mit herausgegeben hat. Oftmals ist der Bedarf an Schulen oder Institutionen jedoch ein anderer, bei dem nach einem klärenden Gespräch etwa mit dem regionalen Ausstiegsangebot sinnvollere Alternativen zu einer Lesung oder einem Besuch von Aussteiger*innen gefunden werden können.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Der Text basiert, mit freundlicher Genehmigung, auf der Veröffentlichung des LPR Niedersachsen vom 11.03.2020.

schliessen

Hilfe beim Ausstieg gesucht?

Du willst raus? Dann melde dich hier!